Private Unfallversicherung
Private Unfallversicherung
Unfälle können jederzeit und überall passieren. Im Urlaub, zu Hause, im Supermarkt. Wer für einen solchen Fall vorsorgt, hat hinterher eindeutig die besseren Karten.
Die gesetzliche Unfallversicherung versichert lediglich Berufsunfälle sowie Unfälle, die sich auf dem Arbeitsweg ereignen. Selbstständige erhalten meist keinerlei Leis-tungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Da die meisten Unfälle jedoch nicht im Arbeitsalltag sondern beim Sport, zu Hause oder im Urlaub passieren, ist eine zu-sätzliche private Unfallversicherungen eine sehr gute Investition. Diese gilt weltweit und rund um die Uhr.
Die Versicherung gleicht Einkommensverluste aus und wird in vielen Fällen zur Finanzierung von neuen Existenzen genutzt.
Wer ist in der privaten Unfallversicherung versichert?
In der privaten Unfallversicherung kann eigentlich jeder versichert werden. Dazu gehören unter anderem auch
- Hausfrauen
- Kinder
- Schüler
Leistungen der privaten Unfallversicherung
Folgende Leistungen erbringt eine private Unfallversicherung:
Invalidität
Die Absicherung gegen Invalidität besteht nur, wenn die Invalidität innerhalb eines Jahres nach einem Unfall eingetreten ist und innerhalb von drei weiteren Monaten ärztlich belegt und der Versicherung gemeldet ist. Der Grad der Invalidität wird mit Hilfe der sogenannten Gliedertaxe bestimmt. Unfallversicherungen sind schon bei einer Invalidität von einem Prozent zur Zahlung verpflichtet. Dies muss allerdings vorher mit einem Gutachten belegt werden. Die Höhe der zu zahlenden Summe richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme. Wer bereits das 65. Lebensjahr vollendet hat, bekommt keine Invaliditätsleistungen sondern Rentenzahlungen.
Todesfall
Die Leistung im Todesfall wird nur erbracht, wenn der Tod innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eintritt.
Unfall-Krankenhaustagegeld
Liegt der Verunfallte nach dem Unfall im Krankenhaus hat er Anspruch auf ein Unfall-Krankenhaustagegeld. Dieses wird im Höchstfall drei Jahre lang gezahlt.
Tagegeld
Wer nach einem Unfall arbeitsunfähig ist, jedoch nicht im Krankenhaus liegt, erhält das sogenannte Tagegeld. Das wird für maximal ein Jahr gezahlt.
Genesungsgeld
Diesen Faktor kann man nur in Verbindung mit dem Unfall-Krankenhaustagegeld versichern. Es wird geleistet, wenn man sich nach dem Krankenhausaufenthalt bedingt durch eine Arbeitsunfähigkeit weiterhin zu Hause aufhält. Die Zahlung des Genesungsgeldes erfolgt für maximal 100 Tage.
Übergangsgeld
Sollte in einem Fall der Grad der Invalidität erst noch festgestellt werden müssen, wird ein Übergangsgeld gezahlt.
Bergungskosten
Bergungskosten fallen dann an, wenn
- Sucheinsätze
- Rettungseinsätze
- Bergungseinsätze
erforderlich sind.
Die Versicherungssumme für die private Unfallversicherung sollte circa das dreifache des jährlichen Bruttoeinkommens betragen. Die Mindestversicherungssumme im Falle einer Invalidität sollte 100.000 Euro betragen. Bei Kindern sollten mindestens 150.000 Euro angesetzt werden. Da Kinder nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung mitversichert sind, muss man davon ausgehen, dass diese Summe bei einem Unfall ein ganzes Leben lang ausreichen sollte.
Was ist durch die private Unfallversicherung nicht versichert?
Nicht versichert sind in der privaten Unfallversicherung
- Schäden die während der Ausführung einer Straftat entstehen
- Unfälle, die durch einen Krieg hervorgerufen werden
- Unfälle, die auf Grund einer Bewusstseinsstörung hervorgerufen werden (zum Beispiel
- Trunkenheit
- Schlaganfall
- etc.)
- Gesundheitsschäden durch Strahlen
Die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung sind folgende:
Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine Pflichtversicherung. Sie wird von den Arbeitgebern finanziert. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Arbeitseinkommen und der Gefahrensituation des Betriebes.
Die Beiträge der privaten Unfallversicherung werden direkt vom Versicherungsnehmer bezahlt. Dieser kann auch den Leistungsumfang bestimmen.
Welche Versicherungsmodelle gibt es?
Die private Unfallversicherung bietet unter anderem folgende Versicherungs-Modelle an:
- Einzelunfallversicherung
- Familienunfallversicherung
Diese ist oft preisgünstiger als eine Einzelversicherung. - Gruppenunfallversicherung
- Kinderunfallversicherung
Was ist im Falle eines Unfalles zu beachten?
Der Verunfallte sollte auf jeden Fall sofort seine Versicherung informieren und einen Arzt aufsuchen. Ein Unfalltod muss der Versicherungsgesellschaft innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden.
Was sollte vor Abschluss einer privaten Unfallversicherung beachtet werden?
Wer sich vornimmt eine private Unfallversicherung abzuschließen, sollte sich auf jeden Fall vorher ausreichend erkundigen und Preise sowie Leistungen vergleichen. Wer sich zudem für ein günstiges Model (zum Beispiel Familienversicherung) entscheidet, kann hier sparen. Wer die Verträge über das Internet abschließt oder eine jährliche Zahlungsweise angibt, kann auch hier eine Menge sparen.
Ein Versicherungsvertrag für die private Unfallversicherung sollte höchstens für ein Jahr abgeschlossen werden, um zu gewährleisten, dass der Versicherungsvertrag so schnell wie möglich gekündigt werden kann, sollte man nicht mehr damit zufrieden sein oder einen anderen Vertrag wünschen. Wer einen Versicherungsvertrag für länger als ein Jahr fest abgeschlossen hat, kann diesen vor Ablauf dieser Zeit nicht kündigen.
Wie und wann kann eine private Unfallversicherung gekündigt werden?
Die private Unfallversicherung kann drei Monate zum Ablauf des Vertrages gekündigt werden oder - bei Beitragserhöhungen ohne ersichtliche Leistungssteigerungen - innerhalb eines Monats nach Zugang des Beitragserhöhungsschreibens der Versicherung.
