Nachhaltigkeitsfaktor
Nachhaltigkeitsfaktor
Vor dem Jahr 2004 wurde die Rente an die Entwicklung der Bruttolöhne und Gehälter angepasst und sind somit jedes Jahr normalerweise gestiegen.
Seit 2005 wird jedoch ein sogenannter Nachhaltigkeitsfaktor bei der Berechnung der Renten einbezogen, damit der Rentenanstieg gedämpft wird. Er dient als Lenkungsinstrument für die Politik.
Erklärung des Nachhaltigkeitsfaktors
Der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt die jährlichen Veränderungen des Verhältnises zwischen Leistungsempfängern und Beitragszahlern. Das Rentenniveau wird also an die demografische Entwicklung angepasst:
Wenn die Beitragszahler weniger werden und die Menschen immer älter werden, so wie es zurzeit der Fall ist, fallen die jährlichen Rentenerhöhungen geringer aus oder entfallen komplett.
Ein Zahlenbeispiel des Nachhaltigkeitsfaktors:
Kamen beispielsweise im Jahr 2004 auf 1000 Beitragszahler noch 532 Leistungsempfänger, so waren es im Folgejahr bereits 545. Daraus würde eine Rentenkürzung von 2,44 Prozent resultieren.
Dieser beschriebene Effekt geht aber nur zu 25 Prozent in den aktuellen Rentenwert ein. Ausgerechnet ergibt sich ein Nachhaltigkeitsfaktor von 0,9939. Daraus folgt dann eine Rentenkürzung von 0,61 Prozent.
Es kann also festgehalten werden, dass sich jeder um seine Altersvorsorge kümmern und sich über Produkte, wie zum Beispiel Lebensversicherungen oder Zusatzversicherungen, informieren sollte.
