Wechselkredit
Wechselkredit
Eine weitere Kreditform für Geschäftskunden ist der Wechselkredit.
Beim Wechselkredit kauft das Kreditinstitut sogenannte Wechsel vom Kreditnehmer an, die noch nicht fällig geworden sind.
Der Kreditnehmer erhält dadurch einen Kredit, dessen Gültigkeit von Tag des Ankaufes durch die Bank, bis zum Verfall des Wechsels reicht.
Erklärung Wechselkredit
Der Kreditnehmer erhält den aktuellen Wert des Wechsels als Barwert. Der Barwert ist immer der Wert des Wechsels am Ankaufstag.
Der Nennwert entsteht beim Verfall des Wechsels.
Die Differenz zwischen Bar- und Nennwert wird als Zins abgezogen und wird als Diskont bezeichnet.
Eine Kreditrückführung durch monatliche Zahlungen erfolgt bei einem Wechselkredit nicht. Vielmehr löst das Kreditinstitut den Kredit aus, indem es den Wechsel am Tag der Fälligkeit einlöst.
Vorteile eines Wechselkredits
Wechselkredite sind als kurzfristige Kredite zu betrachten, da Wechsel meist nur eine Laufzeit von drei Monaten haben.
Wechselkredite haben für den Kreditnehmer den Vorteil, dass vorhandene jedoch festgesetzte finanzielle Mittel frühzeitig in verfügbares Barvermögen getauscht werden können.
Das Kreditinstitut hat durch den Wechselkredit eine Sicherheit über die Rückführung des Kreditbetrages und kann diese zeitlich auch einplanen, da die Fälligkeit des Wechsels beim Abschluss des Kreditvertrages bekannt ist.
Abschluss eines Wechselkredit
Vor Abschluss eines Wechselkreditvertrages wird zunächst die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers, sowie der Wechsel an sich überprüft.
