Kredit - Die Geschichte

Kredit - Die Geschichte

Im folgenden einige Worte zur Geschichte des Kredits

Kredit-Historie

Die geschichtliche Entwicklung des Kreditwesens lässt sich bis ins Christentum zurückführen. Dort waren die Juden die einzigen, die Kredite vergeben konnten. Hintergrund war, dass im Christentum ein Zinsverbot herrschte. Im Mittelalter finanzierten sich Könige und Fürsten ihre Kriege, indem sie von Juden Kredite aufnahmen.

Wie auch in der heutigen Zeit, mussten die Kredite in irgendeiner Form zurückgezahlt werden. In der damaligen Zeit erfolgt dies durch Mittel aus Eroberungen und durch Steuereinnahmen.

Auch in den unteren Schichten, wurden zur damaligen Zeit Kredite aufgenommen. Die Bauern mussten, um ihre Felder zu bestellen, Kredite in Form von Saatgut bei ihren Herren aufnehmen. Die Rückzahlung erfolgte dann in Form von Erntegut.

Fiel die Ernte miserabel aus, hatten die Bauern zur damaligen Zeit schwerwiegende Probleme, dann um die Kredite abzugelten, mussten die Bauern ihr Höfe an ihre Herren verpfänden. Damit wurde den Bauern die Existenzgrundlage genommen.

Eine weitere Form der Kreditgewährung war das so genannte Anschreiben. Gerade wenn Gäste in Wirtshäusern nicht genügend Geld dabei hatten, schrieb der Wirt die Getränke und Speisen auf. Hatte der Gast wieder Geld, wurden die Schulden beglichen.

Kaufleute konnten im Mittelalter bereits eine Art Geldkredite erhalten. Die Kaufleute gingen zu ihrem Bankier und hinterlegten dort einen Geldbetrag. Über diesen Betrag wurde ein Kreditbrief ausgestellt. Waren die Kaufleute nun auf Reisen, konnten sie sich mittels dieses Briefes, je nach Bedarf, Geldbeträge auszahlen lassen.

Ein Vorteil war, dass die Kaufleute nie viel Bargeld mit sich führten und dies im Falle eines Überfalls nicht geraubt werden konnte. Man kann diese Art der Kreditvergabe mit den heutigen Traveler- Schecks vergleichen.

Das bestehende Zinsverbot wurde im 17. Jahrhundert aufgehoben. Bedingt durch den ausgeprägten Seehandel, wurde die Kreditvergabe immer wichtiger. Weiterhin prägten sich Pfandhäuser aus.

Wurden finanzielle Mittel benötigt, brachten die Kunden ihre Wertgegenstände in die Pfandleihe und erhielten im Gegenzug Bargeld zur eigenen Verfügung. Standen wieder genug finanzielle Mittel zur Verfügung, konnten die Wertgegenstände wieder ausgelöst werden.

Auch in der heutigen Zeit nutzen viele Verbraucher die Möglichkeit der Pfandleihe, um kurzfristig liquide Mittel freizusetzen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Kapitalbedarf noch durch Privatbankiers finanziert. Die wirtschaftliche Situation änderte sich jedoch fortlaufend, so dass der Bedarf durch die Privatfinanzierung bald nicht mehr gedeckt werden konnte. Angetrieben von diesen steigenden Nachfragen wurden die ersten Banken gegründet. Ferner wurden Banken speziell für Handwerker gegründet, welche Vorläufer der heutigen Volksbanken sind. Die Vorläufer der heutigen Sparkassen entstanden bereits 1746.

In der Nachkriegszeit wurden zum Wiederaufbau jede Menge finanzielle Mittel benötigt und die Vergabe von Krediten bekam eine neue Bedeutung – gerade im Bereich der Privatpersonen. Diesen wurden vermehrt Konsumkredite angeboten.

Mit Auszahlung der Kreditsumme wurde ein Tilgungsplan erstellt, der die Rückzahlung der Kreditsumme innerhalb von maximal 72 Monaten vorsah. Die Besicherung erfolgte schon damals durch Gehaltsabtretungen und Sicherungsübereignungen.

Eine positive Bonität war auch in den 50iger Jahren Voraussetzung für die Gewährung eines Kredites. Die Bonitätsprüfung erfolgte mittels einer Schufa- Auskunft.

Um 1970 war es üblich, dass Privatpersonen über ein Girokonto verfügten. Dies ermöglichte den Kreditinstituten, die Kontobewegungen und die wirtschaftliche Entwicklung der Kreditnehmer zu beobachten. Dies bildete einen neuen Gesichtspunkt zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit. Privatpersonen, die ein regelmäßiges Arbeitseinkommen vorweisen konnten, wurden Dispositionskredite eingeräumt.

Im Zuge der Globalisierung nahmen die Auslandgeschäfte zu, so dass fremde Währungen ins Spiel kamen. Die Finanzierung der Außenhandelsgeschäfte erfolgte teils durch inländische Banken und teils durch ausländische Niederlassungen. Schon damals wurde der Aspekt berücksichtigt, dass durch Wechselkurse niedrigere Kreditkosten und Zinsen zu Stande kamen.



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