Forex-Devisenmarkt

Einführung in den Forex-Markt

Forex ist die Abkürzung für 'Foreign Exchange market' (engl. für Devisenmarkt). Auf dem Devisenmarkt werden Fremdwährungen und in Fremdwährung lautende Forderungen gehandelt. Genauer gesagt, es werden Devisen gegen andere Devisen zum aktuellen Wechselkurs getauscht. Der Devisenmarkt ist notwendig, weil Importe in der jeweiligen Fremdwährung bezahlt werden müssen.

Kauft ein deutsches Unternehmen Waren aus den USA, werden auf dem Devisenmarkt US-Dollar nachgefragt und diese in Euro bezahlt, also Euro gegen Dollar getauscht. Ebenso benötigt eine US-Investmentgesellschaft Euro, wenn sie auf dem deutschen Markt investieren möchte. Der weltweite Devisenmarkt bildet nun den Handelsplatz für die verschiedenen Währungen. Er ist für den weltweiten Handel unverzichtbar, da es verschiedene Währungen gibt und diese untereinander konvertiert werden müssen.

Kurse durch Angebot und Nachfrage

Auf dem Devisenmarkt entstehen durch das Angebot und die Nachfrage von Devisen die Kurse. Kurse werden immer im Doppel angegeben: Euro in Dollar, Britisches Pfund in Dollar, Dollar in Yen, usw. Eine Kurssteigerung kommt zustande, wenn die entsprechende Währung stärker nachgefragt wird. Das kann verschiedene Ursachen haben.

So steigt zum Beispiel der Dollarkurs, wenn Waren aus den USA stärker nachgefragt werden (und in Dollar bezahlt werden müssen) oder weil in den USA stärker von ausländischen Investoren investiert wird. Aktuelle Wirtschaftsprognosen und Zinsentscheidungen der Notenbanken haben auch Einfluss auf die Wechselkurse.

Notenbanken

Einen wesentlichen Einfluss haben die Notenbanken, die an stabilen Wechselkursen interessiert sind. Bei zu starken Kursverschiebungen greifen die Notenbanken in den Markt ein, indem sie Devisen kaufen oder ihre Devisenreserven verkaufen. Deshalb sind die Wechselkurse der großen Währungen wie Dollar, Euro und Britischem Pfund auch so stabil und die Kursschwankungen auf kurze Zeit gesehen gering.

Einfluss auf die Wechselkurse

Wie auf dem Aktienmarkt ist auch auf dem Devisenmarkt viel Psychologie mit im Spiel, sinkende Kurse veranlassen Anleger zu verkaufen, so dass sich der Abwärtstrend noch weiter verstärkt. Auch Wahlen oder allgemein die politische Stabilität eines Landes haben Einfluss auf die Wechselkurse.

Devisenmarkt - Früher/Heute

Früher war der Devisenmarkt nur eine Sache der Banken und großen Investoren, aufgrund von modernen elektronischen Handelssystemen kann aber heute jeder am Auf und Ab am Devisenmarkt mitspekulieren. Das Online Forex Trading ist so einfach wie mit Aktien. Ein Forex Broker stellt eine Software zur Verfügung, mit der Devisen mit wenigen Mausklicks gekauft und später wieder verkauft werden können. Die gehandelte Summe ist dabei wesentlich höher als die eingezahlte Summe.

Sicherheitsleistung

Es muss nur eine Sicherheitsleistung (die sogenannte Margin) hinterlegt werden, die nur wenige Prozent der gehandelten Summe entspricht. Dadurch entsteht eine Hebelwirkung und die Gewinne beziehungsweise Verluste betragen ein Vielfaches der Kursentwicklung der gehandelten Währung.

Beispielrechnung Kurssteigerung

Werden z.B. eine Million US-Dollar gehandelt, müssen bei einer Margin von 1 Prozent nur 10.000 US-Dollar hinterlegt werden. Steigt der Kurs des US-Dollar nun um 0,1 Prozent, so wirkt sich diese Kursteigerung 100fach auf die eingezahlte Summe aus, der Gewinn beträgt also 10 Prozent. Auch noch höhere Hebel von 200 sind möglich. Doch genauso schnell wie das Geld verdient ist, kann es auch verloren sein. Bevor man in den Forex-Handel einsteigt, sollte man sich deshalb gut informieren.

Realtime-Devisencharts

Entscheidungshilfe beim Kauf oder Verkauf von Devisen bieten Realtime-Devisencharts, die vom Forex-Broker bereitgestellt werden. Anhand der Kursentwicklung in der Vergangenheit kann mittels mathematischer Verfahren die zukünftige Kursentwicklung prognostiziert werden.



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