Mehr Zinsen dank Tagesgeldkonto

Früher haben die meisten Menschen ihr Geld auf einem klassischen Sparbuch angelegt, heutzutage gibt es praktischere Alternativen – wie zum Beispiel das Tagesgeldkonto. Im Gegensatz zum Sparbuch kann man bei einem Tagesgeldkonto jeden Tag über sein verzinstes Geld verfügen und muss sich an keinerlei Kündigungsfristen halten.

Neben der kostenlosen Kontoführung und der täglichen Verfügbarkeit sind es aber vor allem die überdurchschnittlich hohen Tagesgeldzinsen, die den Reiz des Tagesgeldkontos ausmachen. Des Weiteren sind die Einlagen gemäß § 1807 BGB mündelsicher, sprich es gibt praktisch keine Wertverluste.

Die Hintergründe

Bis in die 90er Jahre zeugten Tagesgeldkonten von keinerlei Bedeutung, da die meisten Deutschen bereits im Besitz eines Sparbuches waren. Damals war die Verzinsung der Tagesgeldkonten auch noch so niedrig, dass Privatkunden keinen Grund dafür sahen, vom Sparbuch abzurücken und zu wechseln – nur diverse Firmen wussten die tägliche Verfügbarkeit zu schätzen. Erst im Jahre 2000 kam es zur plötzlichen Wende: Durch den Börsencrash nahm das Vertrauen in Aktien ab und das Interesse an sicheren Tagesgeldkonten immens zu. Durch die stetig wachsende Popularität nutzten viele Banken das Konto als Zugpferd, um neue Kunden zu gewinnen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internets kann man inzwischen auch Tagesgeldkonten als Onlinekonto eröffnen.

Die Kontoeröffnung

Je nachdem, für welche Bank man sich entscheidet, gibt es unterschiedlich hohe Tagesgeldzinsen. Bei der Suche nach einem geeigneten Vertragspartner sollte man daher die verschiedenen Angebote und Zinssätze untereinander vergleichen, bevor man sich für eine Kontoeröffnung entscheidet. Im Internet gibt es darüber hinaus viele Portale, die einen Tagesgeld-Vergleich durchführen und somit die Entscheidung erleichtern. Vor dem Abschluss lohnt es sich auch immer, die Bank nach der Höhe der Einlagensicherung zu fragen – diese schützt das Tagesgeld gegen den Totalausfall. Vielen Privatkunden ist natürlich auch die Zinsausschüttung wichtig, die unterschiedlich häufig vorgenommen wird.

Verzinsung und Verfügbarkeit

Die Verzinsung eines Tagesgeldkontos bezieht sich in der Regel immer auf das Jahr. Die Auszahlung der Zinsen kann dabei jedoch unterschiedlich erfolgen: Die meisten Bankinstitute zahlen den Kunden einmal im Jahr (am Jahresende) aus, andere geben die Zinsen anteilig jeden Monat oder alle Vierteljahre frei. Die Vorteile der letztgenannten Auszahlung bestehen darin, dass die Zinsen mitverzinst werden und der Anleger von der Verfügbarkeit der ausgezahlten Zinsen immer mitprofitiert. In puncto Verfügbarkeit sollte man noch wissen, dass man nur über sein Geld verfügen kann, wenn man sich das Guthaben auf ein vorher definiertes Referenzkonto (meist das Girokonto) überweist. Sprich tatsächlich hat man das Geld erst ein bis zwei Tage später. Manche Banken bieten mittlerweile deshalb auch Tagesgeldkonten mit einer EC-Karte an – allerdings kann man mit ihr nur Geld abheben und keine Einkäufe oder Ähnliches bezahlen.

Kündigungsfristen

Eigentlich gibt es bei den klassischen Tagesgeldkonten keine Kündigungsfristen, jedoch benutzen manche Banken den Oberbegriff Tagesgeld in Verbindung mit anderen Produkten, die in der Regel keine Tagesgeldkonten sind, sondern moderne Sparbücher. Besonders Direktbanken bieten heutzutage Sparbücher an, die – ähnlich wie Tagesgeldkonten – hohe Zinsen abwerfen und über deren Guthaben man in einem fest definierten Rahmen täglich verfügen kann. Daher sollte man sich immer genauestens informieren, ob die gewünschten Tagesgeldzinsen auch tatsächlich welche sind.

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