Neben der privaten Haftpflicht und der Hausratversicherung spielt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUZ) in Deutschland eine immer größer werdende Rolle. Immer mehr Menschen sind vor dem 60. Lebensjahr bereits nicht mehr in der Lage, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Obwohl sie dann auf ihre Erwerbsunfähigkeitsrente zurückgreifen könnten, reicht der Bruchteil von dem zuvor erzielten Einkommen längst nicht mehr aus, um davon zu leben.
Wer sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, sichert sich für die Zukunft richtig ab. Vor dem Abschluss sollte man jedoch zuerst prüfen, ob die auserwählte BUZ-Rente den eigenen Ansprüchen genügt – schließlich soll diese im Falle einer Frührente das fehlende Einkommen auffangen. Des Weiteren sollte die gewünschte Versicherungsgesellschaft auf ihr Weisungsrecht verzichten, damit aus der Berufsunfähigkeitsversicherung keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung gemacht werden kann. Um sich einen besseren Überblick über die einzelnen Konditionen verschiedener Versicherungen zu verschaffen, kann man auch über eine Suchmaschine im Internet nach den beiden Begriffen Berufsunfähigkeit Versicherungsvergleich suchen.
In zwei Schritten zur besten Versicherung
Über den kostenlosen und unverbindlichen Vergleich kann man nach Versicherungen suchen, die den geforderten Leistungen entsprechen. Im ersten Schritt wird der gewünschte Versicherungsbeginn, das Alter (bis wann die Versicherung eine Rente zahlen soll), die gewünschte Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente (250 bis 2.500 Euro), der Tätigkeitsschwerpunkt (körperlich oder kaufmännisch), das Geburtsdatum und der Berufsstatus (Arbeiter, Beamter, Angestellter, Selbstständiger etc.) festgelegt. Danach folgt der zweite Schritt: Sobald alle persönlichen Angaben (Adresse, Kontaktdaten, Familienstand etc.) gemacht wurden, kann die Anfrage abgeschickt werden. Danach erhält man eine Auflistung aller Berufsunfähigkeitsversicherungen, die infrage kommen.
Das gilt es zu beachten
Wer einen Bürojob, beispielsweise als Banker, Apotheker oder Architekt, ausübt, zahlt geringere Beiträge als die Berufstätigen, die einer schweren körperlichen Arbeit nachgehen. Aufgrund des geringeren Risikos, berufsunfähig zu werden, muss auch weniger in die Versicherung eingezahlt werden. Allerdings sollten beim Vertragsabschluss alle Gesundheitsfragen richtig beantwortet werden, da die Versicherung im Schadensfall eines unerwähnten Leidens jede Zahlung verweigern kann. Gerade wenn ein Gesundheitsrisiko besteht, sollten mehrere Angebote verschiedener Versicherungen eingeholt werden, weil die Risikoprämien in manchen Fällen durchaus schwanken können.
Lieber früher als später
Experten raten nach wie vor, eine Berufsunfähigkeitsversicherung besser in jungen Jahren abzuschließen, als im hohen Alter. Der Einstieg ist wesentlich günstiger, sofern man darauf achtet, dass der Vertrag auch noch nachträgliche Anhebungen der vereinbarten Rente zulässt. Wer beispielsweise noch eine Familie gründen möchte, muss damit rechnen, dass auch die Kinder versichert werden müssen. Letztendlich kommt es nicht auf die Beiträge, sondern die Leistungen an, die im Falle einer Berufsunfähigkeit zum Tragen kommen.
