Das ist derzeit eine der am heißesten diskutierten Themen im Finanzsektor.
Wie soll mit der Finanzkrise umgegangen werden?
Wer muss in die Verantwortung gezogen werden?
Die deutsche Wirtschaft, hauptsächlich die deutschen Banken, fordern einen Eingriff der zuständigen Staaten, wohingegen die Politik eher zu der Meinung tendiert, dass der Finanzsektor sich selber aus der Krise befördern muss.
Mehr Transparenz
Axel Weber, Bundesbankpräsident, ist der Meinung, dass aufgrund der weiterhin anhaltenden Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten, deutlich mehr Transparenz geschaffen werden muss:
Misstrauen ist nur zu beseitigen, wenn der Wertberichtigungsbedarf offengelegt wird.
Er fordert von allen Finanzmarktteilnehmern, dass diese sehr zeitnah über ihre möglicherweise noch anfallenden Risiken bereichten werden.
Kritik an Ackermann
Josef Ackermann, Deutsche-Bank-Chef, ist einer der Vertreter, die einen Eingriff der Politik fordern, also möglichst eine gemeinsame Intervention der folgenden Parteien:
- Banken
- Regierungen
- Notenbanken
Kritiker fordern jedoch in einem ersten Schritt von allen Finanzmarktbeteiligten, wie beispielsweise Fonds, Private-Equity-Unternehmen oder Hedge-Fonds, dass diese ihren Wertberichtigungsbedarf offenlegen, bevor bestimmte Interventionen beschlossen werden.
Auch könnte man argumentieren, dass Joseph Ackermann nur die Verantwortung weiterschieben möchte und nicht selber das Zepter in die Hand nimmt, um den Kahn aus dem Finanzmarktstrudel herauszumanövrieren.
Eingriff der Politik
Selbstregulierung ist zwar die beste Möglichkeit einen Markt zu regulieren, beziehungsweise sich den Markt selber bereinigen zu lassen, da dieses der ‘natürlichste’ Weg ist.
Wobei hierbei auch klar zu erwähnen ist, dass die Politik in der Verantwortung steht, dass die jeweiligen Finanzmärkte oder Finanzmarktteilnehmer nicht komplett zusammenbrechen, wie es beispielsweise bei der IKB der Fall sein würde.
Aufgrund der enormen Summen, die in den Finanzmärkten verankert sind, kann man nicht mehr aus Selbstregulierungsgründen den Markt kurzzeitig zusammenbrechen lassen.
