Wechselkurse sind für uns Endverbraucher vor der Europäischen Union noch viel wichtiger gewesen, weil man immer überlegen musste, wohin der nächste Urlaub geht, und inweifern es dort günstiger oder teuerer ist.
Durch die Gemeinschaftwährung ist einiges einfacher geworden in Europa.
Wechselkurse für Investitionsexperten
Doch die Investitionsexperten müssen sich weltweit immer noch Gedanken machen, wie derzeit die Wechselkurse stehen, beispielsweise bei ausländischen Investitionen in Übersee oder Import/Export asiatischer Waren.
Einfluss auf die Wechselkurse
Es gibt verschieden Einflussgrößen auf die Wechselkurse, der wichtigste ist jedoch die wirtschaftliche Stärke des jeweiligen Landes.
Entsprechend müssen sich die jeweiligen Notenbanken Gedanken machen, inwiefern sie mit welchen Zinssätzen die Wirtschaft ankurbeln können.
Wechselkurse sollten keine Zielgröße sein
Jürgen Stark, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), ist jedoch folgender Meinung:
Wechselkurse sollten keine Zielgröße für die Geldpolitik der Notenbanken sein.
Die Begründung liegt auch auf der Hand. Die Notenbanken sollten als primäres Ziel sich setzen, dass die Preisstabilität im eigenen Lande gewährleistet wird.
Dazu kann zwar auch die Preisentwicklung anderer Länder unter Beobachtung stehen, im Vordergrund sollten jedoch die internationalen Handels- und Finanzströme stehen.
Reaktion nur bei Preisinstabilität
Droht eine potentielle Preisinstabilität, dann sollten die Notenbanken auch auf Entwicklungen im Ausland reagieren. Jedoch nur, wenn diese im direkten Zusammenhang mit der nationalen Preisinstabilität steht.
Das bedeutet auch, dass die Notenbanken nicht alle auf die FED achten sollten und ihr Verhalten imitieren, sondern sich eigenständig um die jeweilige nationale Preisstabilität kümmern sollten.
