Da ist das Konzept der Bundesregierung doch sehr gut aufgegangen. Laut eigenen Aussagen haben fast alle Beschuldigten bereits gestanden.
Nachdem Postchef Zumwinkel als Steuersünder entlarvt wurde, das Konzept der Selbstanzeige öffentlich erklärt wurde und eine CD mit mehren hundert Steuersündern für viel Geld gekauft wurde, haben wohl einige Steuerflüchtlinge etwas Muffensausen bekommen und sich gestellt beziehungsweise die Beschuldigungen nicht abgewiesen.
Der allgemeine Steuersünder
Solche extremen Steuersünder wie der Herr Zumwinkel sind jedoch nicht an der Tagesordnung der Fahnder. Oftmals ist es der kleine Bürger, der bestimmte Mehreinnahmen beziehungsweise Besitztümer dem Staat verschweigt oder auf ausländischen Konten unterbringt.
Dabei sollte jeder nur zwei Dinge beachten:
Zum einen ist Steuerhinterziehung nicht rechtens, und zum anderen müssen die Steuern selbstverständlich nachgezahlt werden, so dass sich in vielen Fällen die Steuernachzahlung und die Strafe zusammen addiert die Steuerhinterziehung sich rechnerisch gar nicht lohnt.
Gesetze gegen Steuerflucht
Sollten weitere Gesetze in Deutschland verabschiedet werden, die eine Steuerflucht erschweren?
Der Finanz Blog ist der Meinung, dass nationale Gesetze nicht sehr hilfreich bei europäischer oder internationaler Steuerflucht sind, da eine konkrete Verfolgung nur grenzübergreifend stattfinden kann.
Sollten sich die Partnerländer jedoch nicht auf einen gemeinsamen Deal einlassen wollen, dann kann man in Erwägung ziehen, ob man beispielsweise eine zentrale Steuerung der derzeit auf Bundesländerebene geregelte Steuerfahndung einrichten sollte.
