Nachdem wir im Finanz Blog bereits über die reichen Bundesländer geschrieben hatten, die im Jahr 2007 hohe Steuereinnahmen zu verzeichnen hatten, ist nun der gesamte Staatshaushalt an der Reihe.
Das Statistische Bundesamt hat berechnet, dass der deutsche Staatshaushalt etwa 200 Millionen Euro an Überschuss erwirtschaftet hat.
Damit wäre Deutschland zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung in den schwarzen Zahlen, das äußerst positiv zu bewerten ist.
Zahlen des Staatshaushalt
Bund, Länder und Kommunen haben 2007 folgendes Ergebnis erwirtschaftet:
- Einnahmen: 1.064 Milliarden Euro
- Ausgaben: 1.063,8 Milliarden Euro
Somit bleiben unter dem Strich rund 200 Millionen Euro übrig.
Zieht man das Vorjahr 2006 heran, dann wird deutlich, dass eine starke Steigerung im Jahr 2007 stattgefunden hat. 2006 fehlten am Ende des Jahres im Staatshaushalt rund 37 Milliarden Euro.
Nur zur Jahrtausendwende hatte der Staatshaushalt einmalig sehr positive Zahlen, da die UMTS-Lizenzen versteigert wurden.
EU-Vorgaben erreicht
Betrachtet man die Staatsdefizitquote, dann beträgt diese für 2007, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, null Prozent. 2006 war man noch mit 1,6 Prozent im negativen Bereich.
Das Maastricht-Kriterium erlaubt zwar ein Defizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukt, nachdem Deutschland von 2002 bis 2005 dieses jedoch nicht einhalten konnte, sind solche überaus positiven Nachrichten sehr wichtig für das Ansehen Deutschlands in der Europäischen Union.
Fazit
Obwohl viele von einem kriselnden Deutschland sprechen und manche sogar sogar eine Rezession sehen, zeigen die Zahlen des Staatshaushalts deutliche positive Zeichen:
Deutschland hat 2007 einen ohne Sondereinnahmen erwirtschafteten positiven Staatshaushalt.
