Die Problematik der US-Immobilienkrise und die Auswirkungen auf die WestLB sind bereits mehrfach beschrieben worden.
Nachdem nun einige Zeit verstrichen ist, werden die Auswirkungen so langsam konkreter und man versucht einen möglichst optimalen Sanierungsplan aufzustellen.
Stellenabbau bei der WestLB
Aufgrund der starken Krise ist man immer davon ausgegangen, dass viele Arbeitsplätze verloren gehen werden. Doch überraschenderweise könnte der Arbeitsplatzabbau geringer ausfallen, da das Land Nordrhein-Westfalen möglicherweise eine Milliarden-Bürgschaft übernimmt.
Entsprechend wird man etwa 1.700 Arbeitsplätze abbauen.
Schneller Sanierungsplan
Es wird spekuliert, dass bereits kommende Woche der Sanierungsplan abgesegnet werden soll, da viele Eigentümer auf eine schnelle Sanierung drängen. Damit sollen dann die Fusionsverhandlungen mit der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) vorangetrieben werden.
Die WestLB zeigt sich in der Öffentlichkeit besonnen:
Wir kommentieren keine Zahlen und Spekulationen.
Der offizielle interne Prozess sieht vor, dass zuerst Pläne zur Restrukturierung erarbeitet werden, dann der Aufsichtsrat über den Sanierungsplan informiert wird, und erst in einem dritten Schritt Mitarbeiter und die Öffentlichkeit über die geplanten Schritte in Kenntnis gesetzt werden.
Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westphalen
Die WestLB könnte die riskanten Investments, die etwa einen Wert von 22 Milliarden Euro haben, in eine Zweckgesellschaft auslagern und diese durch eine Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westphalen absichern. Es steht ein Bürgschaft in Höhe von drei Milliarden Euro im Raum.
Für die WestLB bleibt zu hoffen, dass der Sanierungsplan auf soliden Fakten basiert und durch eine staatliche Bürgschaft möglicherweise ein weiterer Stellenabbau gebremst wird.
So wird dann hoffentlich das Geschäftsjahr 2008 erfolgreicher, nachdem im letzten Jahr die WestLB einen Verlust von rund einer Milliarde Euro eingefahren hat.
