Das Gesundheitssystem in Deutschland klemmt und kneift an allen Ecken und Enden.
Nachdem sich nach vier Jahren Praxisgebühr diese nun auch als Flop herausgestellt hat, scheint es nun weitere Probleme zu geben.
Milliardenloch
Folgende Problematiken werden uns die nächste Zeit erreichen:
- Ärzte wollen mehr Geld
- Klinikaufenthalte werden teurer
- Arzneimittelpreise steigen
Um genau zu sein sind in erster Linie die Krankenkassen davon betroffen, da diese für die Leistungen aufkommen müssen.
Aber im zweiten Schritt müssen die Mitglieder der Krankenkassen diese Löcher mit ihren Beiträgen stopfen.
Eine Expertenschätzung besagt, dass mindestens zehn Milliarden Euro fehlen, alleine der AOK etwa acht Milliarden Euro.
Streit um die Verantwortlichkeit
Alle drei Beteiligten streiten darüber, wer nun verantwortlich ist, und wer zukünftig das Milliardenloch stopfen muss:
- Bund
- Länder
- Krankenkassen
Die Gesundheitsminister argumentieren, dass die Länder nicht mehr für die Kassen haften sollten, sobald der Gesundheits-Fond gestartet wird.
Wolfgang Schmeinck, Chef des BKK-Bundesverbandes, ist da anderer Meinung:
Die Altlasten dürfen nicht den Kassen aufgebürdet werden, die rechtzeitig vorgesorgt haben.
Steigende Krankenkassenbeiträge
Aufgrund der oben aufgeführten Mehrausgaben werden wohl langfristig die Krankenkassenbeiträge steigen, damit das Milliardenloch gestopft werden kann.
Es werden Stimmen laut, dass der einheitliche Krankenkassenbeitrag 2009 nicht wie geplant 14,8 Prozent betragen, sondern auf 15,5 Prozent steigen wird.
