Wenn die Wirtschaft alles selber entscheiden würde, dann wäre die Kluft zwischen arm und reich noch größer als sie jetzt schon ist.
Denn logischerweise würde jeder Unternehmer versuchen sein Unternehmen lukrativ zu machen, indem er Effektivität und Effizienz steigert; beispielsweise durch Senkung der Zuliefererpreise oder Arbeitslöhne.
Deswegen gibt es das Weltwirtschaftsforum, bei dem sich rund 2.500 Politiker und Firmenchefs treffen und die Armut in der Welt bekämpfen.
Weltwirtschaftsforum in Davos
Auf dem Weltwirtschaftsforum wird an die soziale Verantwortung der Unternehmer appelliert, dass diese sich auch für die Bekämpfung der Armut auf der Welt einsetzen und nicht engstirnig, nur auf ihre eigenen Ziele fixiert, mit ihren Unternehmen agieren.
Weiterhin wird immer der Fortschritt der im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen festgelegten Millennium-Entwicklungsziele überprüft und gegebenenfalls angemahnt, wenn bestimmte Unternehmen sich der Verantwortung entziehen wollen.
Kreativer Kapitalismus
Bill Gates, der reichste Mann der Welt, hat auf dem Weltwirtschaftsforum kreativen Kapitalismus gefordert. Er sagte im Detail:
Die Welt wird besser, aber es geht nicht rasch genug und sie wird nicht für alle besser.
Damit bringt er zum Ausdruck, dass diejenigen Menschen auf der Erde, die es am Nötigsten haben, am Wenigsten erhalten. Das bedeutet, dass Fortschritte in beispielsweise Medizin oder Technik meistens nur den reichen Menschen zu Gute kommen und die Armen benachteiligt werden.
Reformen
Gordon Brown, Großbritanniens Premierminister, fordert die Unternehmen auf sich auch für Entwicklungsprojekte einzusetzen, besonders in den Bereichen, in denen die jeweiligen Regierungen total überfordert sind.
Außerdem verdeutlicht er, dass ‘alte’ Institutionen, wie die Vereinten Nationen oder die Weltbank einer Reform unterzogen werden müssen, damit die Struktur der Institutionen aktuell ist, und der heutigen Wirtschaftslage angepasst ist.
Als Beispiel dazu nannte Gordon Brown die internationalen Fonds, die noch nicht an die neuen Bedingungen und die Förderung von Entwicklungsländern angepasst sind.
Fazit
Das Weltwirtschaftsforum ist eine wichtige Plattform für Politiker und Unternehmer, damit allen verdeutlicht werden kann, wie wichtig es ist, dass die komplette Weltwirtschaft einen positiven Trend aufweisen muss, damit die Lücke zwischen arm und reich weiter geschlossen werden kann und sich nicht vergrößert.
Positiv ist auch zu bewerten, dass doch recht viele Wirtschaftsvertreter in Davon auf dem Weltwirtschaftsforum anwesend waren.
Fraglich wiederum, inwiefern dieses auch die Verhaltensweisen der Verantwortlichen ändert.
